Heimat- und Geschichtsverein Achental

Entwicklung einer Almen-Datenbank

Der Heimat- und Geschichtsverein Achental e. V. plant eine internetbasierte Datenbank, die – umfangreicher als bisherige Informationsangebote – alle Aspekte des Almwesens und der Almgeschichte im Achental umfassen soll. Durch ihre Vielfalt an Themen und Quellen kann sie Nutzer(innen) aus Wissenschaft, Tourismus, Medien, Wirtschaft sowie der Allgemeinheit dienen.

1. Projektbeschreibung:

Der Heimat- und Geschichtsverein Achental e. V. plant die Entwicklung einer internetbasierten Datenbank zum Thema Almen, die er in den nächsten Jahren schrittweise aufbauen möchte. Hierbei sollen alle verfügbaren Daten und Informationen, die mit Geschichte und Gegenwart des Almwesens zu tun haben, gesammelt und für Interessenten verfügbar gemacht werden. Das Projekt beschränkt sich zunächst auf die Region Achental, kann aber später jederzeit erweitert werden.Ein vergleichbar umfangreiches Projekt existiert bisher nicht. Informationen zum Thema Almen können nur mühsam aus verstreuten Quellen (Bildbänden, Sekundärliteratur, wis-senschaftlichen Aufsätzen und Zeitschriften) gewonnen werden. Die in Archiven ruhenden Schätze sind sogar nur in wenigen Ausnahmefällen (z. B. Prientaler Almen) nachgewiesen und ausgewertet worden.Das vorliegende Projekt soll einen erheblich größeren Informationsumfang erschließen und zugänglich machen als bisherige Unternehmungen. Es sollen beispielsweise Daten erfasst werden (hier nur eine Auswahl) 

  • zur Entstehungs- und Baugeschichte der Almen,
  • zu Rechtsformen des Almbesitzes in Geschichte und Gegenwart,
  • zur Wald-, Alm- und Forstgeschichte und ihre wechselseitigen Verflechtungen,zur Almwirtschaft in Geschichte und Gegenwart,
  • zu den ökonomischen und ökologischen Aspekten der Almwirtschaft,
  • zur Bedeutung der Almen aus kulturlandschaftlicher Sicht,
  • zur almspezifischen Fauna und Flora,
  • zum Thema Almen, Sport und Tourismus,
  • zum Almleben früher und heute,zum Brauchtum,
  • zu den Almen in Religion, Kultur, Literatur und Kunst und
  • zur Frage der zukünftigen Überlebens- und Entwicklungschancen unserer Almen.

 

Umfangreich sollen auch die Informations- und Datenquellen sein, die gespeichert werden. Es handelt sich um

  • Einzeldaten und Informationen über die Achentaler Almen zu Geologie, Böden, Fauna und Flora, Almwirtschaft, Ökologie, Baugeschichte, Besitzergeschichte, Alm- und Forstrechte, Almleben, Brauchtum, Tourismus usw.,
  • Volltexte (Interview-Aufzeichnungen, Archivalien, Urkunden, Sekundärliteratur)
  • Bilder (Fotografien, Zeichnungen, Pläne, Landkarten, Wanderkarten usw.)Audiodateien (z. B. Interviews mit Sennerinnen)
  • Videodateien und Imagefilme.

 

2. Nutzer

Datenbanknutzer können aus den unterschiedlichsten Interessentengruppen stammen. Denkbar sind

  • wissenschaftliche Nutzer der Fachgebiete Geschichte, Baugeschichte, Geologie, Geographie, Botanik, Zoologie, Kultur, Brauchtum, Ökonomie, Landwirtschaft, Ökologie, Tourismus, um nur einige zu nennen,
  • journalistische Nutzer, z. B. Text- und Bildredakteure,
  • Tourismusfachleute,
  • Umweltgruppen,
  • Privatpersonen wie z. B. Einheimische, die einen persönlichen Bezug zum Almwesen haben, und Touristen, die sich für die Besonderheiten ihres Urlaubsortes interessieren.


3. Projektziele

  • Wahrnehmung von Almen als unverzichtbare Kulturdenkmäler, 
  • die Einsicht in die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie am Beispiel der Almen,
  • die Stärkung des historischen Bewusstseins und der Identifikation von Einwohnern und Neubürgern der Einzelgemeinden mit der Region, 
  • die Anerkennung der Rolle der Almen für den Tourismus,
  • die direkte Beteiligung der Bürger bei und durch Recherchen, Umfragen, Aufnahme von Anregungen, zusätzlichen Informationen usw.
  • die Befriedigung der Informationsbedürfnisse unterschiedlicher Interessentengruppen,
  • Unterstützung der touristischen Marketingaktivitäten in der Region,
  • Ausbau der wissenschaftlichen Almenforschung.

 

4. Projektpotentiale

Die projektierte Datenbank könnte einen wichtigen und in seinen Auswirkungen nicht zu unterschätzenden Fortschritt auf dem Sektor der Daten- und Informationsbeschaffung zum Thema „Almen“ darstellen. Insofern ist sie ein Baustein auf dem Weg in die Informationsgesellschaft. Wie bereits dargestellt, ist der absehbare Nutzerkreis vielfältig und umfangreich.Weitere Potentiale ergeben sich aus der Tatsache, dass dieses zunächst für das Achental konzipierte Projekt problemlos und sehr kostengünstig auf weitere Regionen ausgeweitet werden könnte. Interesse wurde bereits von Seiten von Almfachleuten der Prientaler, Frasdorfer und Siegsdorfer Regionen signalisiert Wenn die Programme so konzipiert werden, dass sie unproblematisch an andere regionale Besonderheiten angepasst werden können, ist sogar ein bayernweiter Einsatz denkbar. Auch die Einbeziehung Österreichs und anderer Alpenländer sollte nicht von vorneherein ausgeschlossen werden.

© 2011 Heimat- & Geschichtsverein Achental e.V.