Heimat- und Geschichtsverein Achental

Von Almrausch bis Waxlaab - Almblumen und Kräutern auf der Spur

Der Heimat- und Geschichtsverein Achental e. V. zeigt vom 3. Juli bis 3. Oktober 2016 in der Galerie der Marktgemeinde Grassau (Haus der Tourist Info, Kirchplatz 3, 2. Stock) eine Ausstellung zum Thema „Von Almrausch bis Waxlaab – Almblumen und Kräutern auf der Spur“. Zu sehen ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Tourist Info Grassau sowie sonntags 10.45-12.30 und 14.00-17.00 Uhr. Eintritt frei. Führungen auf Wunsch.

Im Mittelpunkt der Bilder, Schautafeln und weiteren Exponate steht die Flora der Achentaler Almen: Blumen, Futterpflanzen, Heilkräuter, Giftpflanzen. Auch geht es um die ökologische und wirtschaftliche Bedeutung der Almen und um die Erhaltung der Almen als wertvolles Element für Tourismus und Naherholung. Nicht zuletzt wird auf die anschaulichen Mundart-Bezeichnungen für die Pflanzen aufmerksam gemacht – sie sind regionaltypische, sprechende Beispiele der Natur- und Kulturgeschichte.

Auf Wunsch können Führungen angeboten werden. Außerdem gibt es zur Ausstellung ein Begleitprogramm mit verschiedenen Veranstaltungen für verschiedene Interessentengruppen. Weitere Infos unter www.hgv-a.de.

Diese Ausstellung ist schon die dritte im Rahmen des Schwerpunktthemas „Almen im Achental“, das den Verein seit Jahren beschäftigt. Er sammelt alles Wissenswerte rund um das Almleben in Geschichte und Gegenwart. Die Ergebnisse stehen der Öffentlichkeit in Ausstellungen, Vorträgen, Veröffentlichungen  und künftig auch in einer umfangreichen Datenbank zur Verfügung.

 

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Ausstellungen

Was hatten Wikinger im Achental zu suchen?

Ausstellung mit skandinavischer Gürtelgarnitur im Rathaus Marquartstein

Eine ganz besondere kleine Ausstellung des Heimat- und Geschichtsvereins Achental ist im Foyer des Rathauses eröffnet worden. Wichtigstes Ausstellungsstück ist die exakte Nachbildung einer zierlich gearbeiteten zehnteiligen Gürtelgarnitur vom Ende des 8. oder Beginn des 9. Jahrhunderts, wie Archäologen herausgefunden haben. Es sind vergoldete Bronzebeschläge mit Greiftiersymbolen, die stark an vergleichbare Funde aus Skandinavien erinnern. An der Vitrine stehen Lupen zur Verfügung um die feine Handarbeit genau zu sehen. Die Originale werden in der Archäologischen Staatssammlung in München aufbewahrt. Sie werden ab März bei der Wikinger-Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen zu sehen sein.

Nach der Eröffnung der Ausstellung durch Bürgermeister Andreas Scheck ging Dr. Hans Jürgen Grabmüller, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, der Frage nach, wie diese skandinavischen Gürtelteile ausgerechnet auf den Aggbichl gelangten. Es könnte ein vermögender Reisender gewesen sein, aber auch ein Siedlungsfund, stellte der Historiker fest. Denn in neueren Untersuchungen zur Geschichte des Achentals wurde bewiesen, dass die wichtigsten Orte hier bereits im Laufe des 7. Jahrhunderts gegründet wurden, so Dr. Grabmüller. Feststeht die Datierung der Gürtelfunde in der Zeit des Frankenreichs, das fast ganz Mitteleuropa umfasste. Dass in diesem Reich auch Reisen von Skandinavien über Bayern und das Achental in den Süden gemacht wurden, sei einleuchtend, sagte Grabmüller. Die ersten archäologischen Bodenfunde im Achental stammen aus der frühen Bronzezeit vor etwa 4000 Jahren. Alle weiteren Epochen wie mittlere und späte Bronzezeit, Eisenzeit, die Zeit der Römer und das Mittelalter sind durch Funde belegt. Wie Facharchäologen herausfanden, war das Achental ein wichtiger Verkehrsweg seit der frühen Bronzezeit. Es verband die Tiroler Kupferbergwerke mit dem mitteleuropäischen Fernhandelsnetz. An besonders exponierten Stellen wie dem Streichen, dem Marquartsteiner Burgberg oder der Staudacher Burg waren möglicherweise befestigte Siedlungen, an denen jedenfalls zeitweise Bronze gegossen wurde.

In zwei Vitrinen bietet die Ausstellung einen kleinen Überblick  über diese wichtigsten Bodenfunde im Achental wie Sicheln, Trensen und Pfeilspitzen im Original. Besonders wertvoll ist das gezeigte, sehr gut erhaltene Bronzeschwert, das ein Staudacher Sondengeher auf dem Schnappenberg fand und das aus religiösen Motiven dort deponiert wurde.

Grabmüller erwähnte auch den „Traum des Heimat- und Geschichtsvereins“, die Achentaler Funde in einem kleinen Museum der Öffentlichkeit zu zeigen. In der umfangreichen hiesigen Museumslandschaft klaffe die große Lücke der Bronzezeit – die könnte das Achental mit seinen Funden hervorragend füllen, so Dr. Grabmüller.

Die Ausstellung war bis zum 12. Februar im Foyer des Rathauses in Marquartstein zu besichtigen.

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Die Heimatforscher und Hobbyarchäologen Sepp Bock und Emil Huber (von links) neben der Vitrine mit den Nachbildungen der skandinavischen Gürtelgarnitur aus dem 8./9. Jahrhundert. Die Originale entdeckten sie auf dem Aggbichl in Marquartstein (Foto: Giesen)

 

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Unsere Almen im Achental - Geschichte – Ökonomie – Ökologie

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Tourist Info geöffnet (Montag bis Freitag: 08:30-12:00 und 13:30-17:00 Uhr, Samstag 09:00-12:00 Uhr), außerdem an den Sonntagen 14-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Dem Ausstellungskonzept des Heimat- und Geschichtsvereins Achental entsprechend – es ist eine „Mitmach-Ausstellung“, die mit dem Interesse der Besucher wachsen soll – gibt es heuer neue Bilder und Fotos zu sehen. Der Verein freut sich über Hinweise oder Fotos zur Geschichte der Almen im Achental; sie werden in die Sammlung aufgenommen.

Sonntags sind in der Ausstellung auch Vereinsmitglieder anwesend, die für Fragen zur Verfügung stehen und gerne auch Hinweise oder Unterlagen (leihweise) entgegennehmen.

2015 liegt der Themenschwerpunkt auf den Grassauer und Rottauer Almen. Die Besucher erwarten Fotos aus der Sammlung Olaf Gruß, Zeichnungen von Bernhard Greimel und diverse Leihgaben. Auch gibt es ein Quiz mit almerischen Ausdrücken.

Wir weisen auf die von der Tourist Info Grassau angebotenen Almwanderungen hin: jeden Dienstag um 9:30 Uhr, Treffpunkt Kirchplatz 3. Vorher besteht die Möglichkeit einer Ausstellungsbesichtigung mit der Wanderführerin Christl Summerer (dienstags 9:00 Uhr). Weitere Veranstaltungen zum Thema „Almen“ sind in Planung.

Der Heimat- und Geschichtsverein stellt die Ausstellung gerne auch anderen Gemeinden oder Institutionen befristet zur Präsentation in eigenen Räumen zur Verfügung. Interessierte wenden sich bitte an den Vereinsvorsitzenden. 

 

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„Unsere Almen im Achental“

Neue Ausstellung des Heimat- und Geschichtsvereins


tl_files/images/sauermoeser_pelzenalm.jpgMarquarstein. „Unsere Almen im Achental“ ist die neue Ausstellung des  Heimat- und Geschichtsvereins Achental in seinen Räumen im ehemaligen Forstamt Marquartstein überschrieben. Die Präsentation zeigt anhand von Fotos, Karten, Zeichnungen und Schautafeln alles, was zum Almwesen gehört. Dokumentiert werden die Entstehung und Geschichte der Almen, die Besitzverhältnisse, Bauformen der Almhütten, Almrechte, Arten der Bewirtschaftung, die Bewohner der Almen sowie das Leben auf der Alm, wie es früher war und wie es heute ist.

Dies ist jedoch nur der erste Schritt: Die Ausstellung ist als „Mit-mach-Projekt“ entworfen, so dass Ergänzungen, Anregungen, weiteres Material und Erfahrungen, die die Besucher den Mitgliedern des Vereins mitteilen, im Laufe der Zeit aufgenommen und eingearbeitet werden können. Ziel ist es, eine umfassende Datenbank aufzubauen, die alles Wissenswerte über die Almen im Achental enthält und allen Interessierten zugänglich macht.

Die Ausstellung auf dem Forstamtshügel, Bahnhofstraße 2, ist ab Sonntag, 31. August, bis zum Sonntag, 12. Oktober zu sehen. Geöffnet ist jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr, mittwochs von 10 bis 12 Uhr und freitags von 15 bis 18 Uhr. Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins sind anwesend und stehen für Gespräche zur Verfügung.  gi

Fotos:

Die Sauermöser-Alm in Unterwössen auf einer Zeichnung von Bernhard Greimel.

Die Pelzen-Alm von Grassau auf einer historischen Postkarte.

 

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Ausstellung Emil Huber in Reit im Winkl

 Vom 26. Juli bis 6. August 2013 fand in Reit im Winkl, im OG des Festsaals (Tirolerstr. 37), eine Ausstellung mit Bodenfunden statt, die der Schlechinger Hobbyarchäologe Emil Huber in mehreren Jahrzehnten eifriger Sammeltätigkeit zusammengetragen und dokumentiert hat. Die gezeigten Objekte überspannen rund fünftausend Jahre von der Frühen Bronzezeit bis in die Neuzeit.

Den Einführungsvortrag für die Ausstellung hielt der 1. Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Dr. Hans J. Grabmüller, der insbesondere auf folgende Themen einging:

  • Zur Fundsituation im Achental
  • Zur Bedeutung der Achentaler Hobbyarchäologen für die Entdeckung einer bronzezeitlichen Kultur im Achental

 

tl_files/images/pdf_icon.png   Der Einführungsvortrag kann hier im Original eingesehen werden

 

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Jahresaustellung des Heimat- und Geschichtsvereins


Am Freitag, dem 29. Juni 2012 um 19.00 Uhr, eröffnete der Heimat- und Geschichtsverein Achental seine Jahresausstellung zum Thema „Historische Werkzeug- und Gerätefunde im Achental“. Die Eröffnung begann mit einem Einführungsvortrag des Archäologen Dr. Stephan Möslein aus Bad Tölz im großen Saal des Gasthofs Prinzregent in der Loitshauser Straße 5 in Marquartstein. Dr. Möslein ist Spezialist für die Archäologie des südostbayerischen Voralpenraumes. Er hat sich in seinen wissenschaftlichen Arbeiten auch ausgiebig mit dem Achental beschäftigt.

Im Anschluss an den Vortrag konnte im ehem. Forstamt Marquartstein die Ausstellung besichtigt werden. Emil Huber, Amateur-Archäologe und Initiator der Ausstellung führte die Besucher fachkundig durch mehr als viertausend Jahre Achental-Geschichte. Die meisten der ausgestellten Objekte hat er selbst in jahrzehntelanger Suche aufgefunden.

 

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Internationales Jahr der Wälder 2011

Vom 02.07. bis 28.08.2011 findet in den Vereinsräumen (ehem. Forstamt West in Marquartstein) jeweils von 13.00-18.00 eine Ausstellung im Rahmen des „Internationalen Jahres der Wälder 2011“ statt. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem „Ökomodell Achental e.V.“ konzipiert.

Das Thema lautet: „Funktion und Pflege des Schutzwaldes im Achental“.

Ziel der internationalen Aktion ist, das Bewusstsein und Wissen um die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung aller Arten von Wäldern zum Nutzen heutiger und künftiger Generationen zu fördern.   Deutschland beteiligt sich am Internationalen Jahr der Wälder mit einem groß angelegten Beitrag unter dem Motto „Entdecken Sie unser Waldkulturerbe“. Unter der Federführung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beteiligen sich neben Ländern und Kommunen auch mehr als 60 Bundesverbände aus Naturschutz, Wirtschaft und Gesellschaft an den Aktionen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich über die Funktionen und Facetten des Waldes zu informieren und den Wald aus neuen Blickwinkeln zu entdecken. Bundesweiter Auftakt war am 21. März 2011, dem Internationalen Tag des Waldes. Schirmherr der deutschen Aktivitäten ist Bundespräsident Christian Wulff.


Aktuelles

28.10.2017 19:30

A Wildererstuck

Mundart-Lesung im Gasthof Zellerwand, Mettenham

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03.10.2017 18:00

Zeit zum Zeithaben

Musik in der Pfarrkirche Schleching

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08.09.2017 13:00

Kulturfahrt

"Auf den Spuren von Ritter Marquart"

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04.09.2017 19:00

Vortrag zum Reformationsjahr

Montag, 04.09.2017 um 19 Uhr

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